Close-Up nennen wir, David Copperfield und ich, die Zauberei am Tisch, mit kleinen Requisiten wie Karten, Münzen oder Würfeln - wenn der Begriff nicht mittlerweile negativ konnotiert wäre, würde ich sagen: Auf Armeslänge.
Man redet miteinander, man scherzt, ich kann mit spontan wirkenden, wohlerprobten
one-linern auf Ihre Kommentare reagieren und
Sie können
mir den
21-Karten-Trick vorführen.
Von
parlour redet der gemeine Zauberer, wenn die Wunder auf einer kleinen Bühne stattfinden, aber immer noch so nah, dass man erkennen kann, ob der Zauberer saubere Fingernägel hat, oder nicht. Hab' ich meistens ... Hier kommen die größeren Requisiten wie Seile, Ringe und Becher zum Einsatz.
Der deutsche Ausdruck für diese Disziplin lautet übrigens "Halbdistanz" - ich wette, da hat eine Kommission des Magischen Zirkels beisammen gesessen, und die haben sich gefragt, wie es möglichst technizistisch und nach DIN klingt. Hat geklappt, oder?
Mit der Zauberei ist es wie mit Rehrücken und Stühlerücken: Dinge die sich sehr ähnlich anhören, können etwas sehr Verschiedenes bedeuten. Sie haben die Ehrlich Brothers in einem Stadion oder im Fernsehen gesehen? Das freut mich für Sie und die Ehrlich Brothers: Die Herren können was! Was ich zu bieten habe, ist anders cool: Kleiner, intimer, mit mehr direktem Kontakt und direkter Ansprache - halt anders schön. Eher nicht die große, romantische Sinfonie (Sie wissen schon: mit Harfe und Celesta und Kontrafagott und Glocke und Schlagwerk ...), sondern mehr Kammermusik.
P.S.: Wenn ihr/e Partner/in sagt: "Lass und rechtzeitig gehen, damit wir gute Plätze bekommen." - die ersten drei Reihen sind die Mitmachreihen - und obwohl Sie wegschauen, kann ich Sie sehen!